Germerott gewinnt 1. Preis beim Studenten- und Ausbildungswettbewerb "Phantasiewelten"

Beim bundesweiten Gestaltungs- und Realisierungswettbewerb "Phantasiewelten - die Suche nach dem Machbaren“ hat Germerott gemeinsam mit der Fachhochschule Hannover einen ersten Preis errungen. Der vom Bundesverband Ausbau und Fassade im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes ausgeschriebene Wettbewerb richtet sich an Architektur- und Innenarchitekturstudenten sowie angehende Meisterschüler und Auszubildende des Ausbaugewerbes, die zur Vernetzung von Entwurf und Umsetzung interdisziplinäre Wettbewerbsteams bilden. Nach einer finalen Sitzung gab die Wettbewerbsjury am 26.03.2010 auf der Messe „Farbe – Ausbau und Fassade“ in München ihre Wertung bekannt: Mit einem ersten Platz ausgezeichnet wurde der von Germerott realisierte Beitrag „Future Living – Leben im Familienrahmen“ von Nadine Büttgen, Fachhochschule Hannover.

Im Rahmen der Messe wurden fünf in Trockenbauweise realisierte Prototypen für Räume oder Möbel zum Thema "Phantasiewelten - die Suche nach dem Machbaren“ präsentiert, die im letzten Jahr aus der vorangegangenen Phase des dreistufig angelegten Wettbewerbs als beste Entwürfe hervorgegangen waren. Darunter auch der schon damals siegreiche Entwurf eines Mehrgenerationenhauses von Innenarchitektur-Absolventin Nadine Büttgen: Betreut von Professor Bernd Kreykenbohm und Dipl.-Ing. Fred-Martin Dillenberger als Lehrbeauftragtem hatte sie unter dem Motto „Future Living“ einen zukunftsweisenden Wohnungsbau für das Zusammenleben mehrerer Generationen konzipiert. Ein modulares Kompositionsprinzip aus Variationen von geschichteten, sich überschneidenden Rahmen lässt den Wohnraum bzw. den „Lebensrahmen“ entstehen - ein „sanftes Flussbett“, in dem die Bewohner den Lauf ihres individuellen "Wohnflusses“ immer wieder ihren sich ändernden Lebenszielen anpassen können, wie die Jury aus Professor Jan R. Krause, Architekturjournalist Dirk Meyerhöfer und Dipl.-Ing. Architekt Heinz Samson in ihrer Urteilsbegründung das Raumgefüge beschrieb.

Auch von der Realisierung zeigte sie sich überzeugt und lobte deren „Professionalität und Präzision“. Auf einer Fläche von 6x4 m hatte Germerott mit zwei Trockenbaumonteuren und Auszubildenden aus der Region Niedersachsen ein Teilstück des Entwurfs als begehbares Modell im Maßstab 1:1 inklusive Beleuchtungselementen und Ausstattungsdetails realisiert. Dazu war eine Konstruktion mit hohem Vorfertigungsgrad entwickelt worden. „Eine besondere Qualität liegt in der detaillierten Planung und Ausführung [...]. Mit dieser professionellen Umsetzung bestätigten die Architektin und die Auszubildenden die hohe Qualität des mit einem 1. Preis ausgezeichneten Entwurfs“, so die Jury.

Insgesamt hatten sich an dem bereits zum zweiten Mal ausgerichteten Wettbewerb fünf verschiedene Hochschulen mit 19 Projektarbeiten beteiligt. Die Studenten der Architektur oder Innenarchitektur bildeten dazu Projektteams mit ausgewählten Realisierungspartnern, zumeist großen Ausbildungszentren für Trockenbaumonteure und Stuckateure. Vorstellung des Auslobers war nun die „permanente Werkstatt”, in der interdisziplinär an der Realisierung der Gestaltungsideen gearbeitet wird, um diese durch kontinuierliche gegenseitige Verständigung schließlich in einer visuell und haptisch wahrnehmbaren, „realen” Projektlösung umzusetzen - der „Wohnwelt der Zukunft”. Gefragt waren hierbei besonders eine unbefangene Herangehensweise und unkonventionelle Lösungsansätze. Die Jury betonte das außergewöhnlich hohe Niveau der architektonischen Konzepte und der handwerklichen Präzision. Außerdem würdigte sie das besondere Engagement des Auslobers als große Bereicherung für die Ausbildung in Architektur und Handwerk.

 

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