„Ein bisschen wie Jura to go.“ Ein Gespräch mit Dr. Angela Dageförde.

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Wenn man die Rechtsanwältin und Kanzleigründerin Dr. Angela Dageförde trifft, erwischt man sie nicht selten zwischen Tür und Angel. Beziehungsweise zwischen zwei Städten. Denn die Juristin widmet sich neben der Arbeit am Schreibtisch in der eigenen Kanzlei einer Herausforderung, die viele tausend Kilometer kostet: Sie berät kreuz und quer durchs Bundesgebiet Unternehmen zum Thema Vergaberecht.

Auch bei Germerott sorgt sie dafür, dass die Grundlagen des Bauvergaberechts zur Wissensbasis gehören, auf die Mitarbeiter in ihrer täglichen Arbeit zurückgreifen können.

Portrait DagefördeEs ist eine Besonderheit ihres Leistungsspektrums, dass es neben dem klassischen juristischen Consulting auch die praxisnahe Schulung in Seminaren und Workshops umfasst. Stellt sich die Frage: Warum sollen Menschen in den Unternehmen überhaupt juristische Grundkenntnisse erwerben? Ist der Spezialist nicht dafür da, genau das unnötig zu machen? Wenn ich mir ein Haustier zulege, studiere ich ja schließlich auch nicht gleich Veterinärmedizin, oder?

Angela Dageförde muss lachen: „Ein interessanter Vergleich. Aber wenn wir ihn schon verwenden, macht er auch den entscheidenden Unterschied klar. Ihr Haustier ist hoffentlich nicht jeden Tag krank. Mitarbeiter in bestimmten Unternehmen haben aber sehr wohl alltäglich mit der Bearbeitung von öffentlichen Ausschreibungen zu tun. Da ist es nur von Vorteil, wenn sie mit soliden Vorkenntnissen zu Werk gehen.“

Die Seminare sind maßgeschneidert und geben Antworten auf die Fragen, die sich im jeweiligen Unternehmen am häufigsten stellen. Der inhaltliche Korridor wird in Vorgesprächen gelegt. „Ich nutze PowerPoint-Präsentationen, um meine Themen an die Mitarbeiter zu tragen. Die Dokumente stelle ich den Teilnehmern vorab zur Verfügung, sodass sie vorbereitet ins Seminar kommen und ihre ganz persönlichen Fragen loswerden können. Es ist ein bisschen wie Jura to go. Jeder bekommt genau so viel mit auf den Weg, wie er für seine tägliche Arbeit wirklich gebrauchen kann.“

Frau DagefördeAngela Dageförde zieht gerne das Bild einer Toolbox heran, wenn sie von der Konzeption und Durchführung ihrer Seminare spricht. Damit trifft sie – um im Vergleich zu bleiben – den Nagel auf den Kopf. Denn zum einen geht es ihr darum, die Standardwerkzeuge auszugeben, ohne die nichts läuft. Das sind die gesetzlichen Basics, die zum Verständnis des Vergaberechts nötig sind. Zum anderen ist ihr Anliegen, diese Basis um die Tools zu ergänzen, die im jeweiligen Unternehmens- und Branchenumfeld benötigt werden. Jeder Klient hat am Ende seine eigene Box – und selbstverständlich die Möglichkeit, in speziellen Fällen auf individuelle Beratung durch Angela Dageförde oder ihre Kanzlei zurückzugreifen. „Wenn dann im Beratungsgespräch der Bezug zum vorangegangenen Seminar deutlich wird, freue ich mich immer besonders“ merkt die Anwältin an.

Warum aber ist es gerade im Bereich des Vergaberechts sinnvoll, Grundkenntnisse in den Belegschaften zu verankern, die Ausschreibungen bearbeiten? „An einer Ausschreibung teilzunehmen, heißt: viel Herzblut investieren. Es wäre deshalb einfach zu schade, wenn der Aufwand am Ende nur deshalb scheitert, weil aufgrund fehlerhafter Angaben die Ausschreibung nicht berücksichtigt werden darf. Es gibt da einfach diese kleinen Stolpersteine. Und wer sie kennt, stolpert nicht über sie.“

Dr. Angela Dageförde ist übrigens nicht nur eine gefragte Anwältin und Leiterin von Inhouse-Schulungen. Sie teilt ihr Wissen auch an der Leibniz Universität Hannover, in Buchveröffentlichungen und als Referentin in Vorträgen und offenen Seminaren. Über aktuelle Termine informiert die Website der Kanzlei: www.kanzlei-dagefoerde.de

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